Der DVPT sieht die Notwendigkeit, moderne Kommunikationsmöglichkeiten wie SMS, E-Mail und zukünftig auch Social-Media-Communities zum Erreichen der Menschen bei aktuellen Ereignissen zu nutzen.

Die technischen Möglichkeiten sind vorhanden und können in vielen Bereichen zur Sicherheit und zum Wohle der Bürger genutzt werden. Zusätzlich eignen sich die zukünftigen Informationssysteme nicht nur zur Warnung, sondern auch – ereignisbezogen – zur Hilfe und Information.

Wie vom DVPT seit längerem vorgeschlagen, können bei Großveranstaltungen wie Konzerten oder Fußballspielen Hinweise – zum Beispiel per SMS – helfen, Besucherströme zu leiten und wichtige Informationen zu An- und Abfahrt, Parkplatzsituation, Veranstaltungsabläufen oder auch Sicherheitsgefährdungen zu geben. In Zusammenarbeit mit Sicherheitskräften vor Ort und der Polizei können so vor und auch während einer Veranstaltung Weichen für einen positiven Ablauf für alle Besucher gestellt werden.

Gerade für die jüngere Generation ist die Nutzung aller Kommunikationsmöglichkeiten selbstverständlich geworden, und die nächsten technologischen Entwicklungsstufen stehen bereits in den Startlöchern. Bei aller Begeisterung ist natürlich zu beachten, dass geeignete Verfahren entwickelt werden müssen, die dem Datenschutz und dem Schutz jedes Einzelnen gerecht werden. Dies ist aber keine neue Aufgabe und stellt in Zeiten von Social Media, Apps & Co. eine bereits existente Herausforderung dar.

 

DVPT-Fazit

Die Ära der Gefahrenwarnung über Sirenen geht aus Kostengründen langsam vorüber. Der Unterhalt der Systeme ist teuer, jedoch in bestimmten Bereichen noch nicht komplett zu ersetzen. Bevölkerungswarnungen bei Katastrophen und besonderen Ereignissen werden nun um eine weitere Möglichkeit ergänzt. Geprüft werden Technologien, die per Mobiltelefon, Funksignal (auch Radiowecker, Armbanduhren etc.), Internet, Radio und Fernsehen die Bevölkerung in einer Gefahrensituation, auch bei einem Terroranschlag, möglichst schnell auf nötige Abwehr- und Hilfsmaßnahmen hinweisen sollen.

Zukünftig könnten der Zivilschutz des Bundesinnenministeriums oder auch Städte und Gemeinden im Internet den Bürgern anbieten, sich über das Mobiltelefon bei Gefahren informieren zu lassen. Nach einer Anmeldung im Internet/per SMS könnte man bei aktueller Gefahrenlage in seinem Postleitzahlengebiet per SMS benachrichtigt werden. Zum Beispiel kann bei regional starker Luftverschmutzung oder bei Bedrohung durch Naturkatastrophen eine Benachrichtigung per SMS erfolgen.

Bislang funktionieren solche Warnsysteme als Pilotprojekte (z. B. in Frankfurt am Main, Bad Homburg v. d. H., Berlin und Hamburg) nur regional mit vorheriger Anmeldung durch die Mobilfunknutzer. Das Fraunhofer Institut – als Entwickler des „KATWARN-Systems“ – arbeitet bereits an neuen Versionen. Dann soll die Warnmeldung auch ohne Anmeldung funktionieren und zum Beispiel pro aktiv sogar gezielt einzelne Gebäude ansteuern können.

Umfangreicher sind die Möglichkeiten für professionelle Katastrophenschützer. Helfer werden über Pager und Funksignal alarmiert. Die Kommunikation zwischen Bund und Ländern ist bei einem Zusammenbruch aller Netze auch via Satellit sichergestellt. Der EU-Einsatzzentrale ist es sogar möglich, auf nationale Anforderung einen eigenen Satelliten über ein Unglücksgebiet zu beordern, der den Hilfskräften aussagefähige Fotos liefert.

Zusammenfassend können wir sagen, dass ein wichtiger Meilenstein in der schnellen und fokussierten Gefahrenmeldung und Hilfestellung gesetzt wurde.

Für Rückfragen steht Ihnen Ihr Mitgliedsbetreuer Stephan Schmidt (+49 69 829722-30) gerne zur Verfügung

Übersicht über Ihre Ansprechpartner beim DVPT