„Immer und überall online arbeiten. Schnell auf Internet, Firmenressourcen und E-Mails zugreifen.“

„Ob mit Notebook, Netbook, Tablet oder Smartphone – mit einer UMTS-Datenkarte versehen und dem richtigen Tarif kann von überall auf Daten zugegriffen werden und die Freiheit erreicht werden, an jedem Ort online zu sein und zu arbeiten.“

So verlockend klingen die Aussagen der Mobilfunkanbieter in Deutschland. Warum aber bekommen wir immer noch erhebliche Nachrichten unserer Mitglieder:

* schlechter Empfang

* abgebrochene Verbindungen

* nicht funktionierende VPN-Tunnel

* quälend langsame Datenübertragungen

Praktische Feldtests/Feldmessungen bestätigen diese Nachrichten und bescheinigen einen erheblichen Nachbesserungsbedarf in der flächenbezogenen Netzgeschwindigkeit.

Einige grundsätzliche Dinge gibt es zu beachten und zu wissen. Darüber hinaus sind Funktechniken wie UMTS, HSDPA, EDGE oder LTE von verschiedenen Faktoren abhängig.

 

Im Gebäude:

Etage, Fenster, Jalousien, Empfangsgerät und Bewegung im Gebäude bestimmen die Empfangsqualität.

 

Frequentierung der Funkzellen:

Auf Messen, bei Menschenansammlungen (Konzerte, Bahnhöfe, Autobahnstau) teilen sich die Benutzer die vorhandene Bandbreite.

 

Netzausbau:

Alle 4 Mobilfunknetze in Deutschland haben unterschiedlichen Netzausbau. Die Standorte der Funkzellen sind unterschiedlich. So kann es sein, dass am selben Ort der eine Nutzer mit seinem UMTS-Stick Empfang hat und der andere nicht. Am nächsten Ort ist es dann genau umgekehrt.

 

Netzabdeckung:

Die Abdeckung der Fläche in Deutschland mit UMTS/HSDPA beträgt ca. 40-50%. Die Abdeckung nach Bevölkerung ca. 70-80%. In vielen Bereichen gibt es technisch gar nicht die Möglichkeit, schnelle Datenübertragung zu nutzen, da die Datenkapazität oder die Entfernung von hochperformanten Knotenpunkten zu schlecht ist. Ein Ausbau kostet viel Geld.

 

Netzpriorisierung:

Sprache hat im Funknetz immer Vorrang. Wenn viele Telefonate geführt werden (Autobahnstau, Messen, Notfälle), bleibt für die Datenübertagung weniger Bandbreite übrig.

 

Vertragskonditionen:

Alle Datenverträge und Optionen haben ein Volumenlimit. Das bedeutet, nach Schwellwerten von 300 MB, 1 GB oder 5 GB ist Schluss mit dem Geschwindigkeitserlebnis. Von da an tropfen die Datenpakete mit 56 Kbit (alte Modem-Geschwindigkeit) zum und vom Endgerät. Und das bis zur nächsten Rechnungsperiode (Wiederfreischaltung des Volumens).

 

Fahrten mit dem Zug:

Der schnelle Datenempfang (UMTS, HSDPA etc.) in den Zügen der DB AG ist technisch nicht über die Repeatertechnik für Sprachverbindungen möglich, welche in einigen Wagons verbaut ist. Deshalb ist eine zuverlässige und schnelle Internet-Nutzung nicht gewährleistet.

Als Alternative ist heute die WLAN-Nutzung in dafür ausgestatteten Zügen (ca. 70 Züge in Deutschland) auf folgenden Strecken möglich:

* Dortmund-Düsseldorf

* Köln-Frankfurt (Flughafen)

* Frankfurt (Main)-Hannover–Hamburg

* Frankfurt (Main)–Mannheim–Freiburg

(Quelle: http://www.bahn.de/p/view/service/zug/railnet_ice_bahnhof.shtml)

Die DB AG will bis zum Jahr 2014 185 zusätzliche ICEs mit WLAN ausstatten. Außerdem sollen 5.200 km Bahnstrecke mit der notwenigen Technik ausgestattet werden.

(Quelle: http://www.teltarif.de/deutsche-bahn-wlan-ice-internet-telekom-hotspot/news/45041.html)

Des Weiteren haben alle Mobilfunkbetreiber mit dem Phänomen der exponentiell angestiegenen Datenübertragung in ihren Funk- und Übertragungsnetzen zu kämpfen. Insbesondere die schnelle Verbreitung von Smartphones wurde unterschätzt. Nun müssen Backbone- und Funkzellen-Kapazitäten schnell erhöht werden. Alle Mobilfunkbetreiber arbeiten daran, die Engpässe zu beseitigen.

Zum Beispiel hat sich der Mobilfunkbetreiber O2 der öffentlichen Kritik insofern gestellt, dass hier seit 2011 über Internetplattformen offen über den Status der Nachbesserungen berichtet wird http://wir-sind-einzelfall.de/http://bit.ly/o2netzStatusKW8

 

Fazit:

Mobilfunk ist eine komfortable Möglichkeit, ortsunabhängig „online“ zu sein. Je nach Aufenthaltsort und Nutzungszeit kann es sinnvoll sein, auf andere Techniken (LAN, WLAN) auszuweichen, wenn sie verfügbar sind. Es gibt zahlreiche „Hotspots“ und Vereinigungen, die sogar kostenlosen WLAN-Zugang ermöglichen und so die besitzereigenen ungenutzten Bandbreiten anderen Nutzern zu Verfügung stellen. Jedoch sollte sich der Nutzer immer bewusst sein, das die latente Chance besteht, den Datenaustausch „mitzuschneiden“. Vorsicht ist also geboten.

Für Rückfragen steht Ihnen Ihr Mitgliedsbetreuer Stephan Schmidt (+49 69 829722-30) gerne zur Verfügung.

Übersicht über Ihre Ansprechpartner beim DVPT