Erneut sind wieder gefährliche Brief- und Paketsendungen im Umlauf. Das ist aber keine Seltenheit! Nur wenige Fälle dringen an die Öffentlichkeit.

Der DVPT e.V. (Deutscher Verband für Post, Informationstechnologie und Telekommunikation e.V.) fordert Unternehmen, Behörden und die öffentliche Hand dazu auf, ihre Mitarbeiter für solche Fälle zu schulen und Notfallketten einzurichten.

Bei einer Explosion in Neckarsulm (Baden-Württemberg) sind am Mittwoch drei Menschen verletzt worden. In der Lidl-Zentrale war eine Briefbombe explodiert. Erst 2 Tage zuvor kam es zu einer Verpuffung in der Warenannahme eines Getränkeherstellers in Eppelheim (Rhein-Neckar-Kreis). Dabei wurde am Dienstag ein Mitarbeiter verletzt. Laut Polizei war für die Verpuffung ein Paket ursächlich, das der Mann angenommen hatte. Gestern ist eine weitere eine explosive Sendung entdeckt worden. Sie sollte an ein Lebensmittelunternehmen in Bayern gehen.

Die Mitarbeiter müssen wissen, woran sie gefährliche Sendungen erkennen und was in diesem Fall zu tun ist. Sie sollten wissen, welche Arten von gefährlichen Sendungen es gibt sowie weitere Hintergrundinformationen über Täterprofile und Vorgehensweisen haben.
Sendungen treffen an unterschiedlichen Stellen wie Empfang, Poststelle oder Sekretariat ein und werden von dort aus weitergeleitet. Diese Stellen sind wichtige Sicherheitsbereiche im Bearbeitungsprozess und müssen dementsprechend informiert und geschult werden. Teilweise werden intern Sendungen sogar ungeprüft und ungeöffnet an besonders sensible Unternehmensbereiche wie Geschäftsführung, Personalabteilung oder Betriebsrat zugestellt. 
Neben Mitarbeitern in Poststellen müssen auch diese Personenkreise informiert, ausgebildet und sensibilisiert werden.
Im Unternehmen kann Sicherheit im Post- und Wareneingang nur dann sichergestellt werden, wenn alle betroffenen Bereiche und deren Mitarbeiter geschult werden.

Empfehlungen des DVPT

Die Zielstellung des DVPT e.V. ist, eine Steigerung der Sicherheit in Unternehmen und Institutionen zu erreichen.
Der Verband empfiehlt ausdrücklich, dass in Unternehmen und Behörden die Bearbeitungs- und Öffnungsregeln von Brief- und Paketsendungen analysiert und überdacht werden!
Hierzu gibt er als Anwenderfachverband vielerlei Hilfestellungen wie Checklisten oder Spezialseminare zur Erkennung und Handhabung gefährlicher Sendungen. Die Empfehlungen zur richtigen Handlungsweise wurden mit Landeskriminalämtern entwickelt. Sicherheitsexperten führen Schulungen mit Mustern, Nachbauten und sogar Live-Vorführungen durch. Außerdem werden in den Seminaren gezielte Sprengungen von nachgebauten Briefbomben durchgeführt und alle Maßnahmen besprochen, die einzuleiten sind, um sich im Gefahrenfall richtig zu verhalten.

Der DVPT e.V. bietet offene Seminare mit Anschauungsmaterial und Live-Sprengungen an. Oft lohnt sich auch eine Inhouse-Schulung, in der gezielt auf die Bedürfnisse des Unternehmens und der Mitarbeiter eingegangen werden kann.

Weitere Informationen unter: https://dvpt-akademie.de/sicherheitsseminare/

Ansprechpartner für Interviewanfragen: Serkan Antmen, antmen@dvpt.de, 069 829722-46

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