FUTURE AWARD PROJECTS: Kinderschutz bei Erdbeben!

Chile, Griechenland, Mexiko… Die Liste der schweren Erdbeben, die bisher allein in diesem Jahr hunderte Menschen getötet und Tausende obdachlos gemacht haben, ist lang. Allein in Mexiko kamen mehr als 20 Kinder beim Einsturz einer Grundschule ums Leben. – Das Future Award-Projekt VIVI von Julia Regnath, Lisa Heine und Stephanie Kozyra gewinnt damit traurige Aktualität.

Die drei Frauen von der Hochschule für Gestaltung Schwäbisch Gmünd haben mit VIVI ein Sicherheitskonzept für Kinder in Erdbebenrisikogebieten entwickelt, dem wir nur wünschen können, dass es realisiert wird. Denn es könnte viele Leben retten!

Zwar werden Kinder in Hochrisikoländern wie Japan bereits im Vorschulalter trainiert, wie sie sich schützen sollen, wenn es wackelt. Allein, die angebotenen Maßnahmen sind im Katastrophenfall meist nur bedingt zielführend und lauten zum Beispiel so: „Krabbelt unter den Tisch und schützt Eure Köpfe mit Euren Büchern und Taschen vor herabfallendem Schutt!“ Auch feuerfeste Kapuzen, wie sie mancherorts zur Verfügung stehen, zeigen im Extremfall eher wenig Wirkung. Jedenfalls spätestens dann nicht, wenn Gebäude wie die Grundschule in Mexiko total zusammenbrechen und Menschen von Trümmern begraben werden. Dann braucht es zusätzlichen Schutz für lebenswichtige Organe und vor Staub und Rauch. Und vor allem ein System, mit dem Verschüttete aufgefunden werden können.

All dies leistet VIVI – eine Weste, die sich zur Größe eines Schuhkartons zusammenfalten lässt und samt Mundschutz auch auf engstem Raum, unter einem Tisch eben, blitzschnell anzulegen ist. Der Mundschutz bewahrt vor dem Einatmen von Schadstoffen, die integrierte Signalpfeife ermöglicht es, Suchtrupps auf sich aufmerksam machen zu können. Und wem das nicht gelingt, der kann dennoch gefunden werden. Denn die VIVI-Weste ist mit einem RFID-Chip ausgestattet, der ausgelesen werden kann, sobald die Weste aus ihrer Verpackung entnommen wurde. So kann der Lehrer über eine zugehörige APP sehen, wie viele seiner Schüler ihre Weste angelegt haben. Außerdem bekommt er über Push-Nachrichten Infos über den aktuellen Stand des Erdbebens auf sein Handy geliefert und kann entsprechend den geordneten Rückzug für seine Schutzbefohlenen planen. Und die Einsatzkräfte können mit den Angaben gezielt nach Vermissten suchen.

Wir finden, ein System wie VIVI sollte nicht nur in Schulen Schule machen und bereitgehalten werden, sondern überall dort, wo Menschen in erdbebengefährdeten Regionen regelmäßig ihren Alltag verbringen - zum Beispiel in Universitäten, Unternehmen, Krankenhäusern, Pflegeheimen. 

 

VIVI gehört zu den Projekten, die 2016 mit dem Future Award ausgezeichnet worden sind. – Wer den Future Award 2017 gewinnen soll, das kann jeder mitbestimmen, der die Future Convention am 29. November 2017 in der Neuen Stadthalle Langen besucht. – Seien Sie dabei, wenn 30 Nominierte ihre Ideen vorstellen!

Tickets gibt es ganz einfach online hier: Future Convention

 

 

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