4.11.2013

In einer aktuellen Anhörung hat die Bundesnetzagentur Marktteilnehmer aufgefordert, sich zur Problematik des sogenannten „Routerzwangs“ zu äußern. Dabei werden Kunden und Unternehmen bei Anschaffung eines DSL-Anschlusses mehr oder weniger von den Netzbetreibern gezwungen, für den Netzanschluss einen bestimmten Router des Anbieters zu verwenden.

Dabei stellen sich zwei wesentliche Probleme: zum einen besteht damit nicht mehr die Möglichkeit, entsprechende Routerhardware von Drittanbietern einzusetzen, da die vorhandene Installation weder logisch noch auf Hardwarebasis eine Schnittstelle anbietet, die einen direkten Zugang auf den Bitstrom zulassen würde, zum anderen besteht zunehmend die Gefahr, dass durch die immer „intelligenter“ werdenden Netzabschlüsse der Netzbetreiber Funktionen gesteuert und ggf. auch eingeschränkt werden können. Das ist z. B. dann der Fall, wenn der Anbieter gerne seinen eigenen Dienst vermarkten möchte und die Nutzung von Konkurrenzdiensten einschränken oder verhindern möchte. Darüber hinaus besteht die Gefahr, dass der so geschaffene Zugang einen netzseitigen Zugriff in die jeweiligen dahinterliegenden Netzwerke im Unternehmen oder Zuhause ermöglichen könnte.  

Der DVPT hat auf diese Problematik schon vor einiger Zeit hingewiesen, was eine zusätzliche öffentliche Diskussion angestoßen hat. Zusätzlich sieht der DVPT die Notwendigkeit, auch diesen Sachverhalt als Anlass zu nehmen, die Zuständigkeiten in den entsprechenden Ministerien und gegenüber der Bundesnetzagentur neu aufzustellen und die Zuständigkeiten in einem breiteren Spektrum zu betrachten und zu bündeln.

Siehe auch dazu die entsprechenden Pressemitteilungen:

Der DVPT wird sich weiter in dieser Diskussion im Sinne der Anwender einsetzen und sich an dieser Anhörung und dem weiteren Prozess beteiligen.

 

Empfehlung:

Insbesondere Unternehmen, die für ihre Mitarbeiter Homeoffice anbieten oder auch Filialen haben, sollten sich bei uns kundig machen.

Wichtig ist, dass bereits VOR der Beschaffung geklärt wird, welche Lösungen zum Einsatz kommen müssen und die Mitarbeiter keine privaten Anschlüsse (Verbraucherthema) bestellen.

 

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