Klare Aussagen von Fachexperten und Zukunftsforschern über die Zukunft der digitalen Post

Managementforum Postmarkt 2011

Offenbach, 09.11.2011 - Klare Aussagen über die Zukunft der digitalen Post und deren Hindernisse durch 27 unterschiedliche Produkte und gesetzliche Einschränkungen beherrschten das Managementforum Postmarkt 2011, einer gemeinsamen Veranstaltung der IHK Frankfurt am Main und des Deutschen Verbands für Post, Informationstechnologie und Telekommunikation e. V. am 24.10.2011 in Frankfurt zum Auftakt der Initiative „Woche der Kommunikation“.

Unternehmen und Märkte müssen sich darüber im Klaren sein, dass die Kommunikation mit den Kunden am Scheideweg steht. Dabei spielt der Umgang mit den sogenannten neuen Social Communities eine große Rolle. Etwa in der Frage, wo Daten gesammelt werden und wie gewährleistet ist, dass der Nutzer in jedem digitalen Austauschverhältnis wissen muss, wer am anderen Ende der Leitung sitzt. Es darf nicht sein, dass der Zugang des Nutzers plötzlich das Eigentum eines anderen wird. Die Zukunft der elektronischen Kommunikation wird durch ein Management des Vertrauens bestimmt. 

Wichtige Aspekte nannten hierbei Ossi Urchs (F.F.T. Medienagentur, Offenbach), Walter Trezek (DocumentExchangeNetwork, Wien) und Dr. August-Wilhelm Jagau (Telcordia Technologies, Frankfurt).

Ossi Urchs stellte in den Mittelpunkt seiner Ausführungen die Frage, ob „Die Zukunft der Kommunikation – Ende der Post?“ bedeutet und brachte konkrete Beispiele von Unternehmen, die sich aufgrund der sich verändernden Märkte „neu erfinden mussten“. Ein wichtiger Aspekt seines Vortrags waren die Entwicklung des Mobile-Web zum neuen Trend SoMoLo (Social, Mobile, Local) und dass die Post hier eine wichtige Rolle spielen könnte durch „Übertragung der Logistik-Kompetenz auf digitale Plattformen: Tools für den Austausch zwischen Unternehmen und Kunden und den sozialen Austausch der Nutzer untereinander – eine Rolle als ‚Trusted Third‘, Cloud-Services ‚vor Ort‘ für die neuen regionalen/lokalen SoMoLo-Player. Google fehlt genau diese ‚Nähe‘ zu den neuen, unerfahrenen Kunden in diesem Markt. Ein echter Wettbewerbsvorteil für die Post!“ Urchs beendete seinen Vortrag mit der Forderung: „Aber man muss eben auch wollen und etwas daraus machen!“

Walter Trezek als Vorsitzender der Europäischen Postnormierung für hybride und gesicherte elektronische Postdienste zeigte neueste Trends und Entwicklungen auf. Seine Thesen dazu sind:

  • „Postgesellschaften, die ihren Infrastrukturanspruch nicht mit den digitalen Kommunikationswelten verbinden, werden irrelevant.“
  • „Die Nutzer und deren Interessen sind der Schlüssel. Die Zeit der unmündigen Massen, die sich ihrer Marktmacht nicht bewusst sind, die den Zugang zu ihrer Infrastruktur, ihren Profile, ihren Nutzerinteressen verschenken, ist vorbei.“
  • „Die Zukunft der Postgesellschaften wird durch die gesellschaftliche Veränderung geprägt, die sich durch die zunehmende technologische Konvergenz der Medien verstärkt.“

Dr. August Wilhelm Jagau hat in seinem Vortrag die Thesen der Herren Trezek und Urchs aufgegriffen. Anhand der gewonnenen Erkenntnisse des „DVPT-Fachbeirates zur Konvergenzentwicklung“ konnte er deutlich machen, dass sich Mitgliedsfirmen des DVPT intensiv damit befassen, wie die Kommunikation mit ihren Kunden durch moderne elektronische Medien grundlegend neu organisiert werden muss. Dabei werden Überlegungen angestellt, die die Mittel der Kommunikation an sich, die Rolle der kommunizierenden Teilnehmer und die Auswirkungen auf die Unternehmensorganisation im Zeitalter von FaceBook, YouTube, Twitter, Plaxo, Xing und LinkedIn betreffen. Mit zwei Beispielen hat Dr. Jagau am Schluss seines Vortrages die Vielfalt der Ansätze konkretisiert, die Firmen mit Hilfe von FaceBook & Co. in der Kommunikation mit ihren Kunden nutzen können.

 

 

 

 

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